Gravierende Managementfehler früherer Vorstände sowie die fehlende Sanierungs- und Investitionsbereitschaft des Hauptanteilseigners, der rheinland-pfälzischen Landesbanktochter LRP Capital, haben die Geschäftsleitung der Hemming AG gezwungen, den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu stellen. Der Insolvenzantrag wurde am 28. November 2002 beim Amtsgericht Landau eingereicht und mit der Zahlungsunfähigkeit des südpfälzischen Unternehmens begründet.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Herr Rechtsanwalt Thomas Kind, Eisenbahnstraße 19-23, 77855 Achern, bestellt. Mit dessen Zustimmung wird das Unternehmen zunächst weitergeführt.

Gegen die beiden ehemaligen Vorstände Ralf Wetzel und Hans-Joachim Ullrich wurde Strafanzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft Landau ermittelt zunächst wegen Verstößen gegen das Urheberrecht. Die Forderungen der Hemming AG auf Schadensersatz gegen die ehemaligen Vorstände belaufen sich auf mehr als 1,5 Mio. Euro.

Die Kernkompetenz der Hemming AG mit Sitz in Landau besteht in der Vermarktung von multimedialer Software und von PC-Spielen im Budget-Bereich. Im Zentrum stehen dabei die über Jahre hinweg gewachsenen Beziehungen in den Handel und in alle sonstigen Absatzkanäle. Der Kundenkreis erstreckt sich von Einzelhändlern bis hin zu Großabnehmern im In- und europäischen Ausland. Für die Lizenzierung, Entwicklung und Feinabstimmung der Software sowie für das Vertriebssystem und der Administration steht der Hemming AG auch weiterhin ein leistungsstarkes Team aus den bisherigen, erfahrenen Mitarbeitern sowie dem jetzigen Vorstand zur Verfügung.

Quelle: Offizielle Website