Die BPjS hat sich entgegen aller Befürchtungen doch nicht entschieden, CounterStrike auf den Index zu setzen. Hier eine Mail von Felix Lohmeier von WWCL:
Das Medienaufgebot war enorm. 7 Kamerateams (u.a. ZDF, WDR) und zahlreiche Printmedien (u.a. Süddeutsche Zeitung, PC-Action PC-Games) waren anwesend. Im Beisein der Presse wurde das Spiel von einem Mitarbeiter der BPjS zunächst kurz vorgestellt. Dabei lief die erste Vorführung über einen normalen Internet-Server. Die in einer demokratischen Wahl der PC-Action WWCL bestimmten Vertreter der Szene, Rami Allouni aka Raal und Sven Spilker aka Moquai, kommentierten dabei das Spielgeschehen. Sie wirkten nicht nervös und machten ihre Sache gut.
Danach zog sich das Gremium zu einer intensiven Anhörung zurück, die unter Ausschluß der Presse stattfand. Rami und Sven wurde dabei die entscheidende Redezeit zur Szene auf knappe 3 Minuten zusammengestrichen - scheinbar eine kurzfristige Entscheidung der BPjS. Danach wurden sie nur noch kurz zum Spiel befragt. Die beiden berichteten zunächst von ihrem Eindruck, dass sie unter dem Ausschluß der Presse für das 12-er Gremium anscheinend nicht mehr relevant seien und waren sichtlich gefrustet.
Gegen 14:50 Uhr begann dann die Pressekonferenz: Die BPjS erklärte, dass es keine Identifikationsmöglichkeit für den Spieler gebe, da das Spiel nur im Mehrspieler-Modus spielbar sei. Die Struktur der Counter-Strike Community war ausschlaggebend für die Entscheidung gegen eine Indizierung. Dazu zählt die BPjS als wichtigen Bestandteil auch die Existenz von LAN-Partys!
In der Begründung der BPjS wurde festgestellt, dass sowohl Elemente vorliegen, die für eine Indizierung sprechen, als auch etliche dagegen. Die strategische Vorgehensweise, die Spielergemeinschaft und die Kommunikation sind in den Augen der BPjS wichtige Merkmale die gegen eine Indizierung sprechen.
Die Vorsitzende der BPjS, Frau Monnsen-Engberding, erklärte, dass sie zwar unsicher war, aber bereits im Vorfeld des heutigen Tages persönlich bereits gegen eine Indizierung tendierte. Sie erklärte, dass gerade die Ausführungen der von der PC-Action WWCL gewählten Vertreter der Counter-Strike Szene von Raal und Moquai klar herausgestellt hätten, dass der Sport im Vordergrund stehe.
Laut einer BPjS Beraterin hat eine Entscheidung noch nie solange gedauert. Die eigentlich für 12:30 Uhr angesetzte Pressekonferenz hat erst gegen 14:50 Uhr begonnen. Auch die Vorsitzende berichtete von einer langen Diskussion, die vor allem wegen dem Medienrummel erschwert wurde. Frau Monssen-Engberding äußerte sich erfreut über die Entscheidung gegen eine Indizierung.
Damit hat die "Rettet-CS" Aktion der PC-Action WWCL unverhofft doch noch zum bahnbrechenenden Erfolg geführt.
Weitere Infos, Zitate und Updates im Laufe des Tages auf der PC-Action WWCL Website: http://www.wwcl.net"
Quelle: WWCL












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