Mit Glintseeker Island haben Half Soup Labs und Assemble Entertainment ein neues Indie-Projekt angekündigt, das Mining-Gameplay, Dungeon-Crawling und entspannte Cozy-Game-Atmosphäre miteinander verbindet. Der Titel setzt auf Pixelart, prozedural generierte Höhlen und ein Ausgrabungssystem, das sichtbar von Pokémon Diamant & Perl inspiriert wurde. Ein erster Steam-Playtest ist bereits verfügbar, der finale Release ist aktuell für 2027 auf PC geplant.

Das Spiel kombiniert klassische Ressourcenjagd mit RPG-Systemen, Bosskämpfen und Dorfaufbau. Statt stumpf Erz abzubauen, steht hier das gezielte Freilegen von Schätzen, Fossilien und Artefakten im Mittelpunkt. Gerade Fans der Minen aus Stardew Valley oder des "Grand Underground" aus Pokémon dürften schnell erkennen, in welche Richtung Glintseeker Island spielerisch geht.

Cozy trifft Risiko: Das steckt hinter dem Gameplay

Der Kern von Glintseeker Island ist ein Mining-System, das deutlich interaktiver ausfällt als in vielen vergleichbaren Genrevertretern. Spieler schlagen sich nicht einfach per Tastendruck durch Felsen, sondern müssen Wände strategisch freilegen, um versteckte Objekte sicher zu bergen. Jeder Schlag mit dem Hammer destabilisiert dabei das Gestein. Wer zu unvorsichtig arbeitet, riskiert den Einsturz der Wand — inklusive Verlust der gerade entdeckten Beute.

Dieses System erinnert stark an die Untergrund-Ausgrabungen aus Pokémon Diamant & Perl, erweitert das Konzept aber um Survival-, Loot- und RPG-Elemente. Die gefundenen Gegenstände lassen sich verkaufen oder direkt für Upgrades einsetzen. So können Hämmer mit Edelsteinen verstärkt, Inventarplätze erweitert oder neue Möglichkeiten im Dorf freigeschaltet werden.

Besonders interessant ist dabei die Rolle der verschiedenen Werkzeuge. Laut den Entwicklern gibt es mehr als zwölf legendäre Hämmer mit unterschiedlichen Eigenschaften. Manche eignen sich besser für schnelle Ausgrabungen, andere verbessern den Kampf oder erlauben effizienteres Arbeiten in bestimmten Biomen. Dadurch entsteht ein System, das nicht nur auf Progression, sondern auch auf individuelle Spielweise setzt.

Zusätzlich spielen Inventar-Management und Ressourcenplanung eine wichtige Rolle. Der Rucksack ist begrenzt, weshalb Spieler ständig entscheiden müssen, welche Beute mitgenommen wird und was zurückbleibt. Laut Steam-Seite setzt das Spiel dabei auf ein tilebasiertes Inventarsystem inklusive kleiner Puzzle-Elemente.

Mit zunehmender Tiefe verändern sich außerdem die Höhlen. Unterschiedliche Biome bringen neue Gegnertypen, eigene Umweltmechaniken und andere Loot-Tabellen mit sich. Auf Reddit bestätigten die Entwickler bereits, dass verschiedene Gebiete eigene Gameplay-Gimmicks erhalten sollen — darunter überflutete Areale, Kristallhöhlen oder vulkanische Regionen.

Neben dem Mining gehören auch Kämpfe fest zum Spielablauf. Unterirdische Kreaturen greifen den Spieler während der Expeditionen an, zusätzlich warten regelmäßig Bosskämpfe oder Puzzle-Abschnitte. Laut offizieller Beschreibung erscheint etwa alle zehn Ebenen ein größerer Gegner oder ein spezieller Hindernisbereich.

Zwischen den Höhlen-Expeditionen dient das Dorf als zentraler Hub. Gebäude werden repariert, NPCs vergeben Quests und neue Upgrades schalten zusätzliche Systeme frei. Parallel dazu entfaltet sich die Hintergrundgeschichte der Insel. Unter der Oberfläche verbirgt sich offenbar mehr als nur Erz und Fossilien — die Entwickler sprechen von einer "uralten Bedrohung", die langsam wieder erwacht.

"Je tiefer die Expeditionen führen, desto deutlicher wird, dass unter der Oberfläche mehr lauert als nur Erz und Geoden: eine lange vergrabene Vergangenheit und eine alte Bedrohung, die wieder erwacht."

Pixelart, Nostalgie und klare Inspirationsquellen

Optisch setzt Glintseeker Island auf klassische 2D-Pixelgrafik mit farbenfrohen Biomen und bewusst gemütlicher Atmosphäre. Gleichzeitig zeigt das Spiel deutlich, woher die Inspiration stammt. Die Entwickler selbst nennen die Höhlen aus Stardew Valley sowie den Untergrund aus Pokémon Diamant & Perl als wichtigste Vorbilder.

In mehreren Reddit-Posts erklärte das Team zudem, dass auch Spiele wie Fossil Fighters Einfluss auf das Ausgrabungs-Gameplay hatten. Die Idee dahinter: Ein komplettes Abenteuer rund um genau diese Art von Mining-Minispielen zu bauen — inklusive Progression, Story und Exploration.

Das Projekt stammt vom deutschen Indie-Studio Half Soup Labs aus Offenburg. Hinter dem Studio stehen Davis Schlag, David Vath und Jonas Walther, die laut Pressemitteilung gemeinsam Bereiche wie Art Direction, Game Design, Programmierung, Sound Design und Musik übernehmen.

Diese Features sind bislang bekannt

  • Prozedural generierte Höhlensysteme
  • Mining-Minispiel mit zerstörbarer Umgebung
  • Mehr als 12 legendäre Hämmer
  • RPG-Elemente und Charakterfortschritt
  • Bosskämpfe und Gegner in den Minen
  • Verschiedene Biome mit eigenen Mechaniken
  • Dorfaufbau und Quest-System
  • Tilebasiertes Inventar-Management
  • Puzzle-Elemente
  • Pixelart-Grafik im Cozy-Style
  • Steam-Playtest bereits verfügbar
  • Ja, der Hund Shadow darf gestreichelt werden

Steam-Playtest bereits gestartet

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann den aktuellen Playtest direkt über Steam anfragen. Erste Rückmeldungen aus der Community fallen bislang positiv aus. Besonders das Mining-System und die entspannte Atmosphäre werden häufig gelobt. Einige Nutzer berichten außerdem, dass der aktuelle Build bereits gut auf dem Steam Deck läuft.

Bis zum finalen Release dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen. Aktuell planen Half Soup Labs und Assemble Entertainment die Veröffentlichung für 2027. Bis dahin dürfte sich am Umfang und Balancing noch einiges verändern.