Wer kennt es nicht, Sudoku: in Zeitungen, Zeitschriften und Rätselheften, überall findet man diese Logikrätsel. Auf den ersten Blick erscheinen sie ganz einfach zu lösen, den schliesslich muss man nur die Zahlen 1 - 9 verwenden. Wer es schon versucht hat, wird schnell merken: ganz so einfach ist es dann doch nicht, dafür hat man aber eine Menge Spaß dabei!Doch erstmal etwas Hintergrundwissn: Die Ursprünge von Sudoku sind nicht ganz so eindeutig. Einerseits gab es bereits im 8. Jahrhundert mit dem Buduh eine arabische Version, die von Abu Abdullah Dschabir ibn Hayyan el-Sufi erstmal schriftlich genannt wird. Andererseits gab es die sogenannten lateinischen Quadrate des Schweizer Mathematikers Leonhard Euler (1707-1783). 1979 veröffentlichte dann der damals bereits 74jährige Howard Garns erstmals, damals noch unter dem Namen Number Place, in einer Rätselzeitschrift in den Vereinigten Staaten mit dem heute noch üblichen Grundaufbau. Zunächst jedoch mit wenig Erfolg, bis dann in den 80er Jahren die japanische Zeitschrift Nikoli es unter dem Namen Suji wa dokushin ni kagiru, was wörtlich so viel wie "Ziffern dürfen nur einmal vorkommen" bedeutet, regelmäßig veröffentlichte. Der sperrige Name wurde dann in das heute bekannte Sudoku geändert und trat sukzessive seinen Siegeszug an. Inzwischen kann man auch Sudoku online lösen.

Wie sind nun die Regeln?
Denkbar einfach: Sudoku besteht aus einem Raster von 9 x 9 Feldern gespielt, welches in 9 einzelne Quadrate bestehend aus 3 x 3 Feldern aufgeteilt ist. Die Zahlen 1 - 9 dürfen dabei in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der 9 Quadrate nur einmal vorkommen. Die Zahlen dürfen sich also pro Zeile, pro Spalte und pro Quadrats nicht wiederholen! Dabei werden einzelne Ziffern bereits vorgegeben, je weniger, desto schwerer ist es die Lösung zu finden. Natürlich kann man versuchen die Lösung durch Raten oder Probieren herauszufinden. Aber das ist nicht das Ziel und macht auch wenig Spass. Sudoku gehört zu den Logikspielen und wird durch strukturiertes Denken gelöst. Man kann zum Beispiel durch das Eleminieren bereits vorhandener Zahlen in einem Qudraten, einer Spalte und einer Zeile herausfinden, welche Zahlen noch nicht genutzt sind. Damit grenzt man die Anzahl einsetzbarer Ziffern ein und schaut sich nacheinander alle Quadrate an. Schritt für Schritt können dann die Leerstellen befüllt werden. Neben logischem Denken ist daher Konzentration ein wichtiger Faktor für dieses Spiel, was man auch zwischendurch schnell spielen kann. Schliesslich sind die Sudoku-Regeln unkompliziert, jedoch dank der Millionen von möglichen Zahlenkombinationen ist es sehr vielfältig. Dazu kommt, dass in den letzten Jahren eine Reihe von Varianten entwickelt wurden. Eine der bekanntesten ist das X-Sudoku, auch Diagonal- oder Magisches Sudoku genannt. Zusätzlich zu den Bedingungen des normalen Sudokus darf in dieser Variante auf jeder der beiden Hauptdiagonalen (die optisch ein "X" ergeben) jede Zahl nur einmal vorkommen.

Trauriger Fakt am Rande: leider hat Howard Garns den weltweiten Erfolg von Sudoka nach der Jahrtausendwende nicht mehr miterleben können. er starb 1989 im Alter von 84 Jahren an einem Krebsleiden.